Herkunft
Damals musste man noch rufen.
Heute genügt ein Anruf an der Anlegestelle. Früher rief man über das Wasser, bis jemand mit dem Boot herüberkam.
„Der Besuch der Faaker See Insel, die Eigenthum des Fürsten Friedrich Liechtenstein ist, wird leider häufig erschwert, da am See wenig Boote zur Verfügung der Touristen stehen. Fremde mögen demnach wegen der Uebersetzung auf die Insel sich beim Bauern in Drobolach erkundigen, oder am nördlichen Ufer, knapp am See, mit lauter Stimme die Bewohner der Insel rufen, die dann alsbald mit einem solid gebauten Boote herbeifahren.“
Carl Ghon, Villacher Chronist, 1877
Die Fürsten von Liechtenstein kaufen den See und die Insel.
Aus dem Bauernhof auf der bewaldeten Insel wird ein Gasthaus. Die Leute kommen zum Ausflug.
Carl Ghon beschreibt, wie man herüberkommt. Man ruft.
Im Hotel „Wilhelm Schwelle" kann man übernachten — in „sehr gut eingerichteten Fremdenzimmern". Es gibt eine Badeanstalt und Boote.
Die Familie Liechtenstein verkauft See und Insel an Ludwig Wittgenstein — einen Onkel des Philosophen.
Das Badehaus wird gebaut. Es steht bis heute, unter Denkmalschutz.
Der Besitz geht an die Familien Bucher und Catasta. Ihnen gehört auch die Burg Landskron, fünfzehn Kilometer entfernt.
An der Anlegestelle in Faak am See steht ein Telefon. Ein Anruf, dann holt das hoteleigene Wassertaxi die Gäste ab — bei Tag und bei Nacht.

Was sich seit 1877 nicht geändert hat: Jeder Aufenthalt beginnt mit der Überfahrt. Vier Minuten Wasser schaffen jene Ruhe und Abgeschiedenheit, die die Insel besonders machen.